11 Tipps für Ihre
SEO-optimierte Produktbeschreibung

SEO-optimierte Produktbeschreibung – was gibt es zu beachten?


Wenn Sie einen Onlineshop haben, dann kommen bis zu 100 % Ihrer Einnahmen über Ihre Produktseiten! Grund genug viel Aufwand in eine SEO-optimierte Produktbeschreibung zu investieren!

Wichtig ist hierbei, dass Sie jede Produktseite individuell betrachten. Selbst wenn viele Produkte ähnlich sind, mit kopieren und zwei, drei Worte ändern werden Sie keinen Erfolg haben.

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Jede einzelne Produktseite in Ihrem Onlineshop muss eine SEO-optimierte Produktbeschreibung und weitere SEO-Optimierungen beinhalten. In diesem Artikel zeige ich Ihnen die 11 allerwichtigsten SEO Tipps und Taktiken und ein Bonus-Tipp.

Wenn Sie diese umsetzen haben Sie Aussicht auf:

  • Mehr Besucher in Ihrem Shop weil
  • Bessere Positionierung in Suchmaschinen mit Ihren Keywords und
  • Inhalte die man gern teilt, weil die Informationen gut sind

Starten wir auf der Produktseite in Ihrem Shop von oben nach unten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Breadcrumbs zur besseren Orientierung
  2. Titel – das wichtigste Element auf der Produktseite
  3. Meta Daten nutzen
  4. Produktfotos die verkaufen
  5. Kurze Beschreibung – die wichtigsten Verkaufsargumente auf einen Blick
  6. Produkt Titel im Inhalt richtig nutzen
  7. Bewertungssterne populär platzieren
  8. SEO-optimierte Produktbeschreibung – die ausführliche Variante
  9. Upsell / Cross-Sell – diese Produkte könnten Sie auch interessieren
  10. Bewertungen – das neue Gold
  11. Reduzieren Sie die Bounce Rate / Absprungrate
  12. (Bonus) Vermeiden Sie doppelte Inhalte

Breadcrumbs für Ihre Produktseiten sind äußerst wichtig. Das gilt sowohl für Ihre Besucher, als auch für Suchmaschinen. Ihren Besuchern machen Sie damit den aktuellen „Aufenthaltsort“ klar und wie diese dahin gekommen sind.

Breadcrumbs
Breadcrumbs für eine bessere Orientierung im Onlineshop

Genauso wie im Supermarkt auch, sollte es bei Ihnen im Onlineshop eine logische Gruppierung geben. Vom Eingang in die passenden Bereiche und dort im richtigen Gang finden Sie Ihr Produkt im Regal.

Bei Ihrem Webshop ist es genauso! Von der Startseite über die Hauptkategorien bis zu den Unterkategorien und schließlich zum passenden Produkt. Zeigen Sie Ihren Besuchern stets, wo sie sich befinden und wie sie dort hingelangt sind.

Auch Suchmaschinen werden Ihnen danken! Google, Bing und andere Suchmaschinen erkennen anhand der Breadcrumbs und der Navigation Ihre Seitenstruktur. Somit ist es auch für Suchmaschinen möglich, den logischen Aufbau Ihres Webshops besser zu verstehen.

Pro-Tipps:

Vermeiden Sie eine Verschachtelungstiefe von mehr als 4 Klicks!

Ideal ist: Startseite – Hauptkategorie – Unterkategorie – Produkt

Benutzen Sie Meta-Informationen um Breadcrumbs zu kennzeichnen.

In einigen Themes und Templates ist das bereits eingebaut und Sie müssen sich keine weiteren Gedanken machen. Prüfen Sie aber, ob Ihr Theme schema.org Notation verwendet für die Breadcrumbs.

Schauen Sie sich dazu den Quelltext Ihres Shops auf einer Produktseite an und konzentrieren Sie sich auf die Breadcrumbs. Finden Sie dort den Begriff „itemListElement“? So kann der Quelltext im besten Fall aussehen.

Breadcrumb Schemata
Breadcrumb Schemata um Ihre Webseitenstruktur für Software wie den Google Crawler begreifbar zu machen

2. Titel – das wichtigste Element auf der Produktseite

Der Titel (im HTML Quelltext mit title beschrieben) ist das allerwichtigste Element auf Ihrer Seite. Für Suchmaschinen hat der Titel deutlich mehr Gewichtung als die Überschriften h1 bis h6. Laut MOZ gibt es einige Richtlinien, die Sie beachten sollten:

Die Länge des Titels sollte zwischen 50 und 60 Zeichen sein.

Eine Struktur von:

Erster Schlüsselbegriff – zweiter Schlüsselbegriff | Markenname

eignet sich sehr gut und erscheint so schlüssig in den Suchmaschinenergebnissen.

Suchergebnisse bei Google mit optimiertem Titel
Suchergebnisse bei Google mit optimiertem Titel

Der Titel erscheint bei Ihren Besuchern als Text im Tabulator sowie in der Fensterleiste. Das erklärt die hohe Priorität, die Suchmaschinen dem Titel zuweisen.

Titel Fensterleiste
Der Titel ist in der Fensterleiste sichtbar

3. Meta Daten nutzen

Meta Tags sind HTML Elemente, die Ihr Browser nicht für Sie darstellt. Diese Elemente befinden sich hauptsächlich auf Webseiten, um für Software strukturierte Informationen zu bieten. Es gibt zwei Elemente, die hier besonders interessant sind:

  • keywords
  • description

Google ignoriert das keywords HTML Meta-Element. Das liegt daran, dass bereits in den frühen Zeiten des Internets, Webmaster die keywords verwendet haben für Spam. Je nach eingesetzter Software und Shop sind die Keywords bei Ihnen sicherlich sehr gut aufgebaut. Und es kann auch sein, dass es andere Software und Crawler gibt, die die keywords verwenden. Deswegen macht es Sinn, die Keywords tatsächlich zu nutzen und Ihre wichtigsten Schlagwörter hier zu definieren.

Die Beschreibung (das HTML Meta-Element description) wird auf jeden Fall verwendet. Laut Matt Cutts kann es sein, dass die Beschreibung verwendet wird. Das passiert dann, wenn auf der Website kein besserer Inhalt gefunden wird, um ihn in den Suchergebnissen anzuzeigen. Achten Sie darauf, dass Ihre Meta-Beschreibung Keywords beinhaltet und einen Teil der SEO-optimierte Produktbeschreibung.

HTML Element Meta Description
HTML Element Meta Description

Diese beiden Meta-Elemente existieren in HTML bereits seit 1994.
Ab 2012 kamen weitere Definitionen hinzu, die Software dabei helfen sollte, die unstrukturierten Daten im Netz besser zu verstehen. Es gibt mittlerweile spezielle Elemente von Twitter, Facebook und ein Schemata welches noch mehr Details unterstützt.

Viele Themes und Templates generieren bereits brauchbare Daten im Hintergrund für Sie, die von sozialen Medien und anderen Crawlern gut verstanden werden. Sollte das nicht der Fall sein, macht es eventuell Sinn über ein Upgrade Ihres Technologiestacks nachzudenken.

Zurück zu der Optimierung Ihrer Produktseiten. Nutzen Sie Titel und die Meta-Beschreibung, um den Nutzen und das Besondere an Ihrem Produkt herauszuarbeiten. Achten Sie dabei darauf, dass Keywords geschickt eingesetzt werden.

Der Titel und eventuell Ihre Meta-Beschreibung entscheiden darüber, ob jemand in den Suchergebnissen auf Ihren Link klickt!

4. Produktfotos die verkaufen

Fällt Ihr erster Blick auch auf das Produktfoto? Natürlich!

Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde können wir uns ein Urteil erlauben, ob uns ein Produkt (auf dem Produktbild) zusagt oder nicht. Stellen Sie sicher, dass Sie das best mögliche Produktfoto verwenden, um es Ihren Besuchern anzuzeigen. Testen Sie auch gern hier verschiedene Bilder auf Konversionsraten.

Neben dem ersten Produktfoto welches Sie zeigen, gibt es noch mehr Details zu beachten:

Mehrere Bilder verwenden:

In den allermeisten Onlineshop-Systemen haben Sie die Möglichkeit, mehrere Fotos hochzuladen. Nehmen Sie diese Möglichkeit auf jeden Fall wahr! Sie können hier zwischen 3 und 10 Bildern hochladen, je nachdem, was für Ihre Produkte Sinn macht.

Zeigen Sie auch hier, den Nutzen Ihrer Produkte, wenn das möglich ist. Ideal sind Fotos Ihrer Produkte im Einsatz, die den Wert und Nutzen Ihrer Produkte demonstrieren.

Für jedes Bild ist es wichtig, dass Sie title und alt tags verwenden um auch gut bei der Google Bildersuche gefunden zu werden.

Klickbar oder nicht Klickbar – das ist hier die Frage

Eine weitere Sache zu Bildern, die Sie in Ihrem Onlineshop testen sollten:

Bei vielen Shopsystemen ist es möglich, hier eine Einstellung vorzunehmen. Wenn Ihre Besucher auf Ihre Fotos klicken können und sich eine neue Seite oder ein Overlay öffnet, werden Ihre Besucher möglicherweise vom Produktkauf abgelenkt.

Ein Zoom für die Bilder sollte auf jeden Fall möglich sein, am besten einfach per Mouse-Over. Sobald Ihre Besucher mit dem Mauszeiger über das Bild fahren, wird ein Ausschnitt des Produktfotos vergrößert angezeigt. Eine zusätzliche Bildergalerie, die sich nach einem Klick öffnet, ist eventuell nicht notwendig.

Vergrößerung des Produktbildes bei Mouse Over
Vergrößerung des Produktbildes bei Mouse Over

Videos einsetzen

Mittlerweile sind Videos im Internet üblich. Nur bei wenigen Shops werden diese bereits eingesetzt, somit haben Sie hier aktuell noch einen Vorteil vor anderen. Erstellen Sie Videos zu Ihren Produkten. Das erhöht die Zeit, die ein Besucher auf Ihrer Seite verweilt. Gute Videos steigern die Konversionsraten deutlich. Laut wyzowl gaben 84 % befragter Kunden, dass Sie vom Produkt überzeugt waren, nachdem sie ein Video gesehen haben.

5. Kurze Beschreibung – die wichtigsten Verkaufsargumente auf einen Blick

Viele Shops bieten die Möglichkeit, zwei Beschreibungen zu verfassen. Eine kurze Produktbeschreibung und eine ausführlichere. Nutzen Sie beide auf jeden Fall sehr gut aus!

Meist wird die kurze Beschreibung weit oben, neben dem Produktfoto angezeigt. Hier sollten Sie die wichtigsten Nutzen und Fakten zu Ihrem Produkt heraus arbeiten. Diese können Sie als Liste darstellen, wie es auch bei Amazon gängig ist.

Beachten Sie hier: neben dem Produktbild und der Überschrift ist das der wichtigste Teil Ihrer Produktseite.

Überzeugen Sie Ihre Besucher hier, weiter zu lesen und mehr Zeit in das Produkt zu investieren. Damit verringern Sie die Bounce Rate und steigern Ihre Konversionsrate.

Kurzbeschreibung
Eine Kurzbeschreibung sollte mindestens so gut aussehen. Sie haben in Ihrem Shop mehr Freiheiten und Möglichkeiten!

Um eine möglichste gute, SEO-optimierte Produktbeschreibung zu erstellen, achten Sie speziell hier in der kurzen Produktbeschreibung auf den Einsatz der allerwichtigsten Schlüsselworte.

6. Produkt Titel im Inhalt richtig nutzen

Auf Ihrer Produktseite gibt es neben dem HTML Seiten-Titel noch einen Produkttitel oder Produktnamen. Bei den allermeisten Webshop-Systemen und Templates wird der Produkttitel als HTML h1 Überschrift-Element generiert. Nach dem Titel Ihrer SEO-optimierten Produktseite ist das, die wichtigste Überschrift.

Diese Überschrift wird normalerweise nicht in den Suchergebnissen angezeigt. Sie haben hier die Möglichkeit, etwas Kreativer und Ausführlicher zu werden. Wichtig ist nach wie vor, dass Sie Ihre Keywords in die Überschrift einbauen.

Zusätzlich zum Produktnamen und den allerwichtigsten Keywords können dann auch noch modifizierende Worte eingesetzt werden wie etwa:

beste, günstige, schnellste etc.

und Worte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wie:

x% günstiger, Garantie, 24h Versand, Discount, etc.

Technisch gesehen ist Google hier auch wieder weiter als andere Suchmaschinen und Crawler-Software. Laut John Mueller gibt es kein unteres und oberes Limit für h1 Elemente auf Ihrer Produktseite. H1 Element helfen die SEO-optimierte Produktbeschreibung zu strukturieren.

Vorsicht ist jedoch geboten bei einer unkonventionellen Verwendung von h1 und anderen Überschriften!

Es gibt diverse SEO Tools in denen mehrere h1 Elemente oder gänzlich fehlende bemängelt werden. Das Google-Ranking wird vom h1 Element nicht beeinflusst. Bei anderen Suchmaschinen kann das gänzlich anders aussehen.

7. Bewertungssterne populär platzieren

Nichts anderes im E-Commerce hat über die letzten ca. 10 Jahre so viel Beliebtheit gewonnen wie Bewertungen. Um Bewertungen haben sich ganz neue Industriezweige aufgebaut. Verfassen von Fake-Bewertungen, Entwicklung von künstlicher Intelligenz um Fake Bewertungen aufzuspüren und zu löschen, Drittanbieter Website für vertrauenserweckende Bewertungen etc.

Bewertungen von Produkten online
Bewertungen von Produkten schaffen Vertrauen

Setzen Sie auf jeden Fall Bewertungen ein. Diese nützen Ihnen gleich mehrfach:

Social Proof

Zunächst die ganz offensichtliche Steigerung des Vertrauens in Ihren Onlineshop und Ihre Produkte. Das basiert auf dem „social proof“, auf Deutsch in etwa sozialer Nachweis oder soziale Bewährtheit. Wenn so viele andere Kunden bereits bestellt und eine positive Bewertung geschrieben haben, dann kann das Produkt nur gut sein. Die 5 Bewertungssterne mit Anzahl der Bewertungen weit oben zu zeigen, suggeriert genau dies.

Google und Co

Google kann die Bewertungen ebenfalls erkennen. Auch dafür gibt es Schemata und spezielle HTML Elemente. Mit dem Einsatz dieser, können Google sowie andere Crawler und Suchmaschinen, die Anzahl der Bewertungen auslesen und strukturiert in Ergebnissen darstellen.

Bewertungen bei Google fallen auf
Bewertungen bei Google fallen auf – setzen Sie sich von den Mitbewerbern ab!

Bounce Rate, Verweildauer und Konversionsrate

Wenn Sie auf eine Produktseite stoßen mit 0 Bewertungen und allen Sternen ausgegraut, muss der Rest der Produktseite ziemlich überzeugend sein. Sehen Sie hingegen auf den ersten Blick, dass das Produkt für welches Sie sich interessieren, bereits über 30 positive Bewertungen hat, dann fühlen Sie sich direkt etwas sicherer als bei 5 grauen Sternen.

Das führt zu geringeren Bounce Raten, einer höheren Verweildauer und im Endeffekt zu einer höheren Konversionsrate.

8. SEO-optimierte Produktbeschreibung – die ausführliche Variante

Die Produktbeschreibung.

Wenn Sie ein neues Produkt anlegen, finden Sie hier lediglich ein leeres Textfeld, welches herausfordernd auf Sie wartet! Gehen Sie es an!

Die Produktbeschreibung ist häufig nicht auf dem Bildschirm sichtbar, ohne zu scrollen. Ein Besucher Ihres Onlineshops muss also von Titel, Bild, Preis und Kurzbeschreibung schon überzeugt sein.

Sprechen Sie Ihre Besucher passend an

Die Verweildauer auf dieser Produktseite ist bereits positiv. Überzeugen Sie Ihren Besucher jetzt von Ihrem Produkt, verkaufen Sie das Produkt hier, wie es am besten zu Ihren Kunden passt.

Das können

  • technische Details und Fakten sein
  • herzenswärmende Geschichten
  • präzise herausgearbeitete Nutzen oder gleich
  • alles zusammen.

Eine technisch gekonnte SEO-optimierte Produktbeschreibung ist eine Herausforderung

Kommen wir zunächst zur sicherlich größten Herausforderung für viele: Mindestens 1400 Wörter!

Mittels einer Analyse von 11.8 Millionen Suchergebnissen, hat Brian Dean und Ahrefs festgestellt, dass die durchschnittliche Anzahl der Wörter auf der ersten Position bei Google 1447 beträgt.

Laut John Mueller von Google ist allerdings die Anzahl der Wörter kein Faktor, um in den Suchergebnissen weiter oben angezeigt zu werden. Links zu Ihren Produktseiten sind hingegen ein sehr wichtiges Kriterium. Und Links lassen sich leichter mit etwas außergewöhnlichem sammeln.

Eine SEO-optimierte Produktbeschreibung sollte also etwas Außergewöhnliches sein!

Dabei ist es wichtig, dass die gesamte Produktbeschreibung auch gut strukturiert ist. Nutzen Sie Überschriften und Zwischenüberschriften. Nutzen Sie h1 – h6, wo es Sinn macht, um Ihre Inhalte zu strukturieren. Setzen Sie Absätze gekonnt ein. Nutzen Sie Fotos und Videos, um Details zu verdeutlichen.

Achten Sie dabei stets darauf, dass Sie die wichtigsten Schlagwörter mindestens 3 – 5 Mal einbauen. Das ganz unabhängig von Suchwortdichte und Keyword stuffing. Es geht dabei einfach darum, dass Ihre Onlineshopbesucher und Leser auf die wichtigsten Details und Eigenschaften aufmerksam gemacht werden.

Pro-Tipps für die SEO-optimierte Produktbeschreibung

Produktnutzen klar kommunizieren

Auch wenn Sie in der Kurzbeschreibung hier stichpunktartig auf die wichtigsten Produktvorteile eingegangen sind, hier ist der richtige Platz, um die Nutzen und Vorteile auszuführen. Niemand braucht einen Kopfhörer fürs Handy wegen des Kopfhörers. Aber viele wollen den Nutzen haben. Bessere Klangqualität, mehr Privatsphäre in der Öffentlichkeit, andere Leute nicht stören etc.

Erwähnen Sie Inhalte / Zutaten / Aufbau als Tabelle

Das kennen Sie von den allermeisten verpackten Nahrungsmitteln im Supermarkt. Sie finden auf den Verpackungen meist eine Liste mit Inhalten und Zutaten. Funktioniert das auch für Ihr Produkt? Nutzen Sie am besten eine Tabelle mit allen Details.

Positionieren Sie Ihren Shop als Experten

In der Liste der Inhalte, verwendete Materialien etc. befinden sich sicherlich viele Details, über die Sie einen extra Artikel schreiben können. Eine Art Wikipedia auf Ihrem Shop, in dem Sie die Details zu einer Zutat oder einem Material erklären.

Beispiel sind etwa:

  • Woher kommt Chlorella?
  • Was ist Mako Baumwolle?
  • Was bewirkt Titandioxid?

Sie können dann in Ihrer Fakten-Liste sowohl Tooltips verwenden, um einen Ausschnitt aus Ihrem spezifischen Artikel zu zeigen, als auch zusätzlich einen Link anbieten zu dem Artikel selbst mit weiterführenden Details.

Geschichten von glücklichen Kunden

Sie haben bereits Kunden, die Ihr Produkt einsetzen und damit zufrieden sind? Erzählen Sie Geschichten und Erfahrungsberichte von Ihren Kunden. Je nachdem, welches Produkt Sie verkaufen, werden Sie sicherlich häufig selbst überrascht, welche Erfahrungen Ihre Kunden mit Ihrem Produkt haben. Hören Sie hier aufmerksam zu. Sowohl im Kundenservice als auch in den Bewertungen und Foren / Social Media Kanälen online. Hier verstecken sich oft, sehr interessante Fälle über die Sie in der Produktbeschreibung berichten können.

Kompatibilität verdeutlichen

Verkaufen Sie Auto- und Motorradteile? Schnürsenkel? Rasierzubehör? Handyschalen? Bei vielen Produkten lässt sich herausarbeiten, wofür diese eingesetzt werden können. Wenn Ihre Produkte mit einem anderen Produkt zusammen passen oder für ein anderes Produkt bestimmt sind, dann gehen Sie im Detail darauf ein.

Zeigen Sie eine Fotogalerie der passenden Produkte an. Achten Sie darauf, dass Sie title und Alt Tag bei den einzelnen Fotos korrekt setzen und beschreiben.

Anwendungsbeispiele

Verkaufen Sie Produkte die weiterverarbeitet werden können?

Dübel, Wachsmalstifte, Isolationsfolie, Stirn-Taschenlampen, Gewürze?

Ganz häufig können solche und ähnliche Produkte auf unterschiedliche Art und Weise eingesetzt und verarbeitet werden. Zeigen Sie dazu Fotos und Beispiele. Auch hier haben Sie wieder die Möglichkeit, mit Ihren Kunden zusammen zu arbeiten. Fragen Sie diese, wie sie die Produkte einsetzen und ob Sie nicht ein paar Fotos haben können.

Videos

Denken Sie auch hier wieder über Videos nach. Aufbauanleitungen, Tipps zur Benutzung oder zur Reinigung, etc. Mit Videos haben Sie die Möglichkeit, mehr Informationen in einer kürzeren Zeit zu übertragen. In manchen Fällen funktioniert es auch, Ihre Kunden hier einzubinden. Speziell bei Kundenkreisen, die es gewohnt sind auf Instagram, Pinterest, Facebook und Youtube Fotos und Videos zu veröffentlichen und ihre Erfahrungen zu teilen.

Gerade wenn Sie ein Sortiment von mehreren Hundert oder sogar Tausenden von Produkten haben, ist der Aufwand hier natürlich immens und kann nicht sofort und überall geleistet werden. Beginnen Sie mit Ihren Top-Sellern. Konzentrieren Sie sich nach dem Pareto-Prinzip auf die ca. 20 % Ihrer Produkte die 80 % Ihres Umsatzes ausmachen.

Darüber hinaus lassen sich Ergebnisse leicht messen und als Ansporn nehmen: Ist die erste SEO-optimierte Produktbeschreibung fertig, können die nächsten nach ähnlichem Prinzip aufgebaut werden.

9. Upsell / Cross-Sell – diese Produkte könnten Sie auch interessieren

Setzen Sie die Möglichkeit Ihres Shopsystems ein, Cross-Selling und Upselling zu betreiben. Sie kennen das von Amazon: „Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen“. Achten Sie hierbei genau darauf, was Sie erreichen wollen und protokollieren Sie die Details. Bei zu viel Ablenkung kann es sein, dass die Kauflust der Besucher verloren geht.

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, Produkte anzubieten, die gern in Kombination bestellt werden. Für manche Shopsysteme gibt es Plug-ins und Anbieter, die Ihnen automatisch Ergebnisse liefern.
Realisiert wird das technisch über den Apriori Algorithmus. Haben Sie nur wenige Produkte, lassen sich über Erfahrung Zusammenhänge bereits erkennen und nutzen. Wenn Sie etwa 500 bis 1000 Produkte und mehr in Ihrem Sortiment haben, ist es notwendig, Software und Algorithmen einzusetzen.

Interne Links aufbauen

Aus der SEO Sicht betrachtet, haben Cross-Sell Angebote noch einen ganz besonderen Nutzen: Sie generieren hier auf natürliche und logisch sinnvolle Art und Weise interne Links. Sind diese so attraktiv wie auch der Rest Ihrer Website, reduziert sich die Absprungrate.

10. Bewertungen – das neue Gold

Die Ergebnisse der Bewertungen in Sternen sind bereits ganz oben beim Produkttitel und Preis populär platziert. Weiter unten auf der Seite beziehungsweise in einem extra Tabulator, können Sie die Produktbewertungen jetzt anzeigen.

Versuchen Sie auf jeden Fall, Ihre Kunden nach dem Kauf dazu zu bewegen eine Bewertung abzugeben. Bei ausreichend vielen Bestellungen und Bewertungen erhalten Sie hier Inhalte, die aus einer dritten Perspektive geschrieben wurden. Erfahrungsberichte, Details auf die Ihre Kunden achten sowie Vor- und Nachteile werden hier von Ihrer Anwendergruppe für Ihre Anwendergruppe herausgearbeitet.

Bewertungen stärken das Vertrauen in Ihr Produkt und in Ihre Marke. Somit erhöht sich auch Ihre Konversionsrate Ihrer Produktseiten.

11. Reduzieren Sie die Bounce Rate / Absprungrate

Abschließend noch ein wichtiger Aspekt: die Bounce Rate. Die Definition der Absprungrate ist in etwa: Die Anzahl der Besucher, die nach der ersten Seite Ihres Webshops keinen weiteren Link angeklickt hat.

Haben Sie bereits die vorhergegangenen 10 Punkte umgesetzt, hat sich die Absprungrate bereits ganz automatisch, signifikant reduziert – prima!

Insgesamt lässt sich über die Bounce Rate sehr schön testen, wie attraktiv Ihre Produktseiten gestaltet sind. Konzentrieren Sie sich auf die Produktseiten mit den meisten Besuchern und führen Sie A/B Tests durch. Messen Sie dabei die Bounce-Rate und übernehmen Sie die besten Ergebnisse für Ihre anderen Produktseiten.

Bonus Tipp – Vermeiden Sie doppelte Inhalte

Duplicate Content sind Texte wie Produktbeschreibungen, die an anderen Stellen im Internet bereits zu Einsatz kommen. Entweder in Ihrem eigenen Webshop oder irgendwo anders im Internet, etwa auf der Website des Herstellers der Produkte, die Sie vertreiben.

Achten Sie darauf, dass Sie für jedes Produkt eine einzigartige SEO-optimierte Produktbeschreibung verfassen. So sind Sie auf der sicheren Seite beim Thema Duplicate Content und müssen sich keine weiteren Gedanken machen.

Zu Duplicate Content kann es allerdings auch durch technische Probleme kommen.

URL Routen und Optimierungs-System

Es gibt Shop-Systeme die ein URL rewrite System einsetzen. Somit kann es möglich sein, eine Produktseite über mehrere URLs zu erreichen wie etwa:

ihredomain.de/t-shirt-blau
ihredomain.de/index.php?produkt=t-shirt-blau

Weiterleitungen

Seit 2016 zeigt Google mit dessen Chrome Browser deutlich an, wenn Websites nicht über eine https Verbindung ausgeliefert werden. Mittlerweile sollten alle Webshops auf https laufen und https auch als Standard-Methode nutzen. Seit 2014 geht der Trend auch deutlich hin zu einem https als Standard.

Dabei wird meist eine Weiterleitung eingesetzt: Sollte jemand im Browser

http://ihredomain.tld

eingeben, wird dieser Besucher automatisch zu

https://ihredomain.tld

weiter geleitet. Diese Weiterleitung sollte in der Konfiguration Ihres Webservers eingestellt werden. Und diese Einstellung sollte einen HTTP Status Code zurücksenden, dass die http Version permanent umgezogen ist zur HTTPS version. Damit vermeiden Sie doppelte Inhalte in dieser Form:

http://ihredomain.de/t-shirt-blau
https://ihredomain.de/t-shirt-blau

Die gleiche Lösung sollten Sie einsetzen für Ihre Domain mit und ohne www. Entscheiden Sie sich für eine Version, um folgende Version von doppelten Inhalten zu vermeiden:

https://ihredomain.de/t-shirt-blau
https://www.ihredomain.de/t-shirt-blau

Fazit

Das waren 11 Tipps und ein Bonus Tipp für eine gute SEO-optimierte Produktbeschreibung. Ich weiß, dabei handelt es sich um einen langen Prozess. In vielen Projekten habe ich hier mit konstantem Aufwand die besten Ergebnisse gesehen.

Wenn Sie diese umsetzen haben Sie Aussicht auf:

  • Mehr Besucher in Ihrem Shop weil
  • Bessere Positionierung in Suchmaschinen mit Ihren Keywords und
  • Inhalte die man gern teilt, weil die Informationen gut sind

2 Kommentare zu „11 Tipps für Ihre SEO-optimierte Produktbeschreibung“

  1. Klasse Beitrag, vielen Dank dafür. Ich bin ja der Meinung, dass eine gute Produktbeschreibung Storytelling verwendet. Wie denkt ihr darüber? Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    1. Hallo David,
      vielen Dank für den Kommentar.
      Ich bin der gleichen Meinung. Storytelling kann / sollte ein Bestandteil einer guten Produktbeschreibung sein.
      Am besten etwas, womit sich Besucher identifizieren können, was zum Publikum passt, was in die Markenkommunikation passt.

      Ich sehe hier tatsächlich auch Unterschiede – sowohl Anzahl der Seitenaufrufe pro Monat als auch Konversionsrate – wenn Produktbeschreibungen deutlich verbessert werden.

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